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Welche Rechte haben Eltern? Welche Entschädigungsansprüche gelten?

Im Rahmen des Infektionsschutzgesetzes ist die Entschädigung von Eltern geregelt, die ihre Kinder aufgrund der Schließung eines Kindergartens oder der Schule zu Hause betreuen müssen. Ausgedehnt wurde die Regelung auf den Fall verlängerter Schulferien, ausgesetztem Präsenzunterrichts oder Hybridunterrichts. Voraussetzung ist, dass keine anderweitige zumutbare Betreuungsmöglichkeit für das Kind sichergestellt werden kann. Anspruchsberechtigt sind Sorgeberechtigte von Kindern, die das zwölfte Lebensjahr noch nicht vollendet haben oder die behindert und hilfebedürftig sind.

Der Arbeitnehmer erhält vom Arbeitgeber bis zu 6 Wochen 67% des Nettogehalts (maximal 2016 Euro) ausgezahlt. Der Arbeitgeber erhält die Kosten auf Antrag erstattet. Der Verdienstausfall wird bis zu 10 Wochen pro Elternteil (20 Wochen für Alleinerziehende) getragen.

Voraussetzung ist, dass es keine andere Betreuungsmöglichkeit gibt z.B. durch Notbetreuung in der Schule, im Familienkreis oder im direkten familiären Umfeld. Sollte im Unternehmen Home Office grundsätzlich möglich sein, muss belegt werden, dass diese im Zusammenhang mit der Betreuung nicht zumutbar ist. Der Nachweis liegt beim Arbeitnehmer.

Die Regelung gilt vorerst bis zum 31.03.2021.


Mit den Verordnungen vom 5.01.2021 wurde die Bezugsdauer des Kinderkrankengelds befristet um 10 Tage pro Elternteil (20 bei Alleinerziehenden) erhöht.

Analog zum bekannten Kinderkrankengeld sind Eltern von Kindern bis 12 Jahren berechtigt.

Voraussetzungen:

  • die Schule/Kita ist pandemiebedingt geschlossen oder die Präsenzpflicht ist aufgehoben
  • im Haushalt kann keine andere Person das Kind betreuen

Der Antrag erfolgt bei der zuständigen Krankenkasse. Die Berechtigung ist durch eine Bescheinigung der Schule/Kita nachzuweisen.

Wichtig: der Anspruch besteht unabhängig davon, ob sich der Arbeitnehmer im Home Office befindet.