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Überbrückungshilfe III

Die Überbrückungshilfe III richtet sich an Unternehmen, Soloselbstständige sowie Freiberufler*innen im Haupterwerb mit:

  • einem jährlichen Umsatz bis zu 750 Mio. Euro
  • Sitz oder einer Betriebsstätte im Inland
  • aktiver Geschäftstätigkeit vor dem 1. Mai 2020.

Als Umsetzung der Bund-Länder-Beschlüsse vom 23. März 2021 ist die Überbrückungshilfe III erneut erweitert worden.

Es folgt eine Übersicht der wichtigsten Punkte.


    Voraussetzung ist ein Umsatzrückgang von 30 Prozent in einem Monat im Vergleich zum Vorjahr. Weitere Nachweise sind nicht notwendig.

    Eine Antragstellung ist auch für die Monate November und Dezember 2020 möglich.

    Der Förderzeitraum umfasst die Monate November 2020 bis Juni 2021.

    Doppeltförderung ist ausgeschlossen. Eine mögliche Überbrückungshilfe II wird angerechnet. Unternehmen, die November/Dezemberhilfe erhalten, sind nicht antragsberechtigt.

    Die Liste der förderfähigen Fixkosten erfasst unter anderem Mieten und Pachten, Finanzierungskosten und ähnliche Kosten, die nicht umsatzabhängig sind, wie etwa Kosten für Auszubildende oder Grundsteuern.

    Aufwendungen für dasjenige Personal, das Kurzarbeit nicht nutzen kann, werden durch eine Pauschale in Höhe von 20 Prozent der übrigen förderfähigen Fixkosten unterstützt.

    Anrechnungsfähige Kosten in der Überbrückungshilfe III:

    • Kosten für bauliche Modernisierungs-, Renovierungs- und Umbaumaßnahmen zur Umsetzung von Hygienekonzepten können mit bis zu 20.000 Euro geltend gemacht werden (gilt auch für Kosten außerhalb des Förderzeitraums, sofern zwischen März 2020 und Juni 2021 angefallen).
    • Neu: Investitionen in Digitalisierung (z.B. Online-Shops) - entsprechend angemessene Kosten bis zu 20.000 Euro pro Monat werden erstattet (gilt auch für Kosten außerhalb des Förderzeitraums, sofern zwischen März 2020 und Juni 2021 angefallen).
    • Abschreibungen von Wirtschaftsgütern werden bis zu 50 Prozent als förderfähige Kosten anerkannt.
    • Marketing- und Werbekosten sind maximal in Höhe der entsprechenden Ausgaben im Jahre 2019 förderfähig.

    Sonderregelung für den Einzelhandel: Unter bestimmten Voraussetzungen können Händler nicht mehr oder mit enormen Wertverlust zu verkaufende Saisonware zu 100% als Warenabschreibungen in den Fixkosten geltend machen. (Neu: Richtlinen erweitert)

    Die Höhe der Zuschüsse orientiert sich wie bisher auch am Ausfall der Umsätze. Dabei gilt: je höher der Umsatzausfall im Vergleich zu der Zeit vor der Pandemie, desto höher die Überbrückungshilfe. Die Überbrückungshilfe kompensiert die Fixkosten wie folgt:

    • 100 Prozent(neu) der Fixkosten bei mehr als 70 Prozent Umsatzeinbruch,
    • 60 Prozent der Fixkosten bei Umsatzrückgang von 50 Prozent bis 70 Prozent,
    • 40 Prozent der Fixkosten bei Umsatzeinbruch von mehr als 30 Prozent.

    Neu: Eigenkapitalszuschuss

    • berechtig sind: Unternehmen mit einem Umsatzeinbruch von mindestens 50 Prozent in mindestens drei Monaten
    • gezahlt wird ab dem 3. Monat
    • Höhe ist nach Dauer gestafftelt (ab 25% der Fördersumme bis maximal 40%)
    • Eigenkapitalszuschuss wird zusätzlich zur Überbrückungshilfe III gewährt (aber nicht unabhängig)
    • weitere Informationen

    Neustarthilfe
    Soloselbstständige
    können alternativ zur Fixkostenerstattung für den Zeitraum Dezember 2020 bis Juni 2021 eine einmalige Betriebskostenpauschale – „Neustarthilfe“ – in Höhe von 50 Prozent des Vergleichsumsatzes im Jahr 2019 bis maximal 7.500 Euro bekommen.

    Neu ist ein nachträgliches Wahlrecht zwischen Neustarthilfe und Überbrückungshilfe III zum Zeitpunkt der Schlussabrechnung.

    Maßgeblich ist jeweils der Fördermonat im Vergleich zum entsprechenden Vergleichsmonat des Jahres 2019. Für Unternehmen, die zwischen dem 1. August 2019 und dem 30. April 2020 gegründet worden sind, gilt als Referenzzeitraum für Umsatzverluste das dritte Quartal 2020.

    Die Antragstellung kann, wie bisher nur durch prüfende Dritte (das heißt Steuerberaterinnen und Steuerberater, Wirtschaftsprüferinnen und Wirtschaftsprüfer, vereidigte Buchprüferinnen und Buchprüfer oder Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte) über die Überbrückungshilfe-Plattform (www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de) erfolgen.

    Laufend aktualisierte Informationen zum Stand der Überbrückungshilfe finden die auf der eigens eingerichteten Seite der Bundesregierung: www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de

    Einen Überblick zu den angekündigten Neuerung finden Sie hier.