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Kurzarbeit

In der "Vierten Verordnung über Erleichterungen der Kurzarbeit" wurden die bekannten Reglungen bis zum 31.12.2021 verlängert und teilweise ausgeweitet:

  • Die Regelung zur Erhöhung des Kurzarbeitergeldes (auf 70/77 Prozent ab dem vierten Monat und auf 80/87 Prozent ab dem siebten Monat)
  • Die bestehenden befristeten Hinzuverdienstregelungen bei geringfügig entlohnten Beschäftigung (sogenannter Minijobs bis 450 Euro), die während der Kurzarbeit aufgenommen wurde, anrechnungsfrei bleibt.
  • Die Sozialversicherungsbeiträge werden über September 2021 hinaus bis zum 31. Dezember 2021 weiter voll und auch dann erstattet, wenn mit der Kurzarbeit erst nach dem 30. September 2021 begonnen wird.

Voraussetzung

  • mindestens 10 % der Beschäftigten vom Arbeitsausfall betroffen (bisher 30%)
  • Überstunden und Resturlaub aus dem vergangenen Jahr ist vollständig abgebaut
  • auf den Aufbau von negativen Arbeitszeitsalden kann ganz oder teilweise verzichtet werden
  • Kurzarbeit muss schriftlich bei der Arbeitsagentur angezeigt werden – eine Auszahlung findet, frühestens ab dem Kalendermonat, in dem die Anzeige eingegangen ist, statt
  • bei einer Unterbrechung der Kurzarbeit von mehr als 3 Monaten muss das Kurzarbeitergeld neu beantragt werden

Wichtig alle oben genannten Vereinfachungen gelten nur für Unternehmen, die bis zum 30.09.2021 Kurzarbeitergeld beantragt haben. Die Verlängerung der Bezugsdauer auf bis zu 24 Monate gilt nur Unternehmen, die vor dem 31.12.2020 bezogen haben.

BMAS - Verlängerung der Kurzarbeitergeldverordnung